Aufruf an alle Christen

Arbeitskreis Suchet der Stadt Bestes

 

Bei einem Israel-Vortrag in Nürnberg am 17.3.02, dem Sonntag Judika« ("Richte mich, Gott"), hat der Arbeitskreis " Suchet der Stadt Bestes" den beiliegenden Aufruf an alle Christen in Deutschland verfaßt und öffentlich verlesen. Dieser wurde spontan von etwa 250 Besuchern mit ihrer Unterschrift bestätigt.

 

Aufruf an alle Christen in Deutschland

Eigentlich wollten wir lieber beten und schweigen. Beten werden wir weiterhin, aber Schweigen können wir vor unserem Gewissen nicht mehr verantworten.

Wir erklären deshalb vor aller Öffentlichkeit und unseren gewählten Politikern in Deutschland folgende Überzeugungen:

1. Wir lehnen es entschieden ab, in kollektive Verantwortung genommen zu werden für eine zunehmend israelfeindliche und palästinenserfreundliche deutsche und europäische Politik. Als Deutsche protestieren wir gegen eine deutsche Politik, die sich mit Regimen verbindet und wirtschaftliche Beziehungen pflegt, die Terror unterstützen, antidemokratisch sind und deren erklärtes Ziel die Vernichtung der Juden und des jüdischen Staates ist. Uns ist jüdisches Leben wichtiger als Flugbahnen in Gaza und Sendeanlagen in Ramallah, die dem Terror dienen und zum Terror aufrufen.

2. Wir verurteilen die Unterstützung aller Palästinenserbewegungen, die in Englisch Friedenssignale verbreiten, aber in Arabisch zur Judentötung, zu Selbstmordattentaten und Terroranschlägen aufrufen.

3. Wir distanzieren uns von den Schuldzuweisungen an Israel wegen des gegenwärtigen Terrors in Israel und erklären unsere Überzeugung, daß der Terror durch palästinensisch-arabische Gewalt ausgelöst, worden ist und ständig weiter ausgelöst wird. Nur eine komplette Entwaffnung der Palästinenser könnte den Terror in Israel minimieren und eventuell beenden. Tote und Verletzte gibt es bei israelischen Militäraktionen gegen Terroristen vor allem deshalb, weil auch reguläre palästinensische Einheiten mit Waffen schießen, deren Besitz nach den bisherigen Abkommen illegal ist.

4. Wir weisen die Verantwortung Israels für die arabischen Flüchtlingslager und das Flüchtlingsproblem zurück. Für die Nichtintegration und das Weiterbestehen dieser Lager zeichnen die internationale Gemeinschaft und die arabischen Staaten im besonderen verantwortlich. Schon seit langen Jahrzehnten hätten arabisch-palästinensische Flüchtlinge (1948 circa 600.000) in die umliegenden arabischen Bruderstaaten integriert werden können. Die Bundesrepublik Deutschland hat das in der Nachkriegszeit mit circa 15 Millionen Flüchtlingen innerhalb weniger Jahre geschafft. Die palästinensischen Flüchtlingslager aber wurden und werden von arabisch-islamisehen Machthabern für Terrorzwecke und als Druckmittel gegen Israel benutzt, und die UNO liefert dafür nach wie vor Finanzmittel.

5. Wir wenden uns gegen eine Gleichsetzung der Gewalt, die von den Palästinensern ausgeht und der Gewalt, die als Reaktion auf Terror Israel aufgezwungen wird. Die oft zu hörende Floskel, "Die Gewalt auf beiden Seiten muß schnellstens beendet werden", ist oberflächlich und irreführend zugleich. Israels Staatsgewalt ist als solche durch Uniformen klar gekennzeichnet und agiert vor der gesamten Weltöffentlichkeit. Wie in jedem demokratischen Rechtsstaat werden ungerechtfertigte Übergriffe und Fehler gerichtlich geahndet. Die palästinensische Gewalt dagegen ist eine versteckte, hinterhältige und durch islamische Heldenverehrung verbrämte Gewalt der Heckenschützen und Selbstmordattentäter, die mit Nagelbomben vor allem Frauen, Kinder, Zivilisten in Israel treffen soll. Wer diesen Unterschied nicht berücksichtigt, ist realitätsblind oder will die Öffentlichkeit bewußt täuschen.

6. Wir erklären berechtigte Zweifel an der Friedensfähigkeit Arafats und seiner Organisationen. Arafat hat seit der Gründung der PLO Jordanien an den Rand der Vernichtung gebracht (1970), den Libanon bis heute ruiniert und ist nun im Begriff, Israel zu zerstören. Es geht den palästinensischen Terroristen letztlich nicht um einen eigenen Staat, der ihnen mit 98 Prozent des Westjordanlandes und Gazastreifens bereits in Camp David vom ehemaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak angeboten worden war. Ziel Arafats und seiner Leute ist immer noch die Vernichtung Israels.

7. Wir bekennen unseren Glauben an die biblischen Verheißungen über Israel, die ein klar umrissenes Land mit Jerusalem als ungeteilter Hauptstadt für die zurückkehrenden Juden prophezeien. Es gibt für diese Verheißungen kein anderes als das sichtbare Israel, das seit 1948 wieder unter dem uralten Namen und in der Kontinuität der Hebräischen Bibel besteht. Wir warten mit allen gläubigen Juden auf die sichtbare Ankunft des Messias Israels, der zur Erlösung Israels und zum Gericht über die Völker durch die Bibel angekündigt ist.

Unser Gewissen verpflichtet uns, diese Erklärung abzugeben, damit wir von unserem Gott nicht in Fluch und Gericht über alle Israel-Feindlichkeit einbezogen werden.

Wir rufen alle Deutschen dazu auf, sich die Forderung zu eigen zu machen: "Setzt dem Töten von Juden ein Ende!"

Wir rufen alle Christen in Deutschland dazu auf, sich dieser Erklärung anzuschließen!

Wir beten mit allen Juden dieser Welt zusammen: "Hilf, Herr, Deinem Volk, segne Dein Erbe, weide und trage sie in Ewigkeit."

Suchet der Stadt Bestes

Email an die Verfasser

Pastor Hansjürgen Kitzinger, 1. Vorsitzender

Pfarrer Bernd Benicke, Vorstandsmitglied